Ergometer

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„Eigentlich wollte ich ja noch ne Runde joggen gehen…aber es regnet. Gut, dann setz ich mich vor den Fernseher!“ So oder so ähnlich hat sich wohl schon jeder um seine geplante Fitness-Einheit gedrückt. Möchte man sich aber selbst vor solchen Schummeleien schützen, dann sollte man sich einen Ergometer für Zuhause zulegen. Ob es regnet, stürmt oder schneit, mit einem Ergometer ist ein intensives Ausdauertraining in den eigenen vier Wänden jederzeit möglich.

Welche Ergometer-Typen gibt es?

Am beliebtesten sind die Fahrrad-Ergometer. Mithilfe der Computer können alle Einstellungen bequem per Tastendruck vorgenommen werden und die Vielzahl von Trainingsprogrammen mit variierenden Intensitätsstufen sorgen für Abwechslung. Außerdem gibt es noch Ruder-Ergometer, bei dem die Bewegung wie in einem Ruderboot simuliert wird, sowie Crosstrainer-Ergometer, bei dem man durch die Bewegung der Arme und der Beine den Unter- und Oberkörper gleichermaßen trainiert.

Fast jeder Ergometer hat heutzutage Pulssensoren, mit denen sich der momentane Puls leicht bestimmen lässt. Ein genau abgestimmtes Training im jeweilig richtigen Pulsbereich, ob zur Fettverbrennung oder zu Ausdauer, ist dank der modernen Technik nun auch zuhause im Wohnzimmer vor dem Fernseher möglich.

Fotolia_20300073_Subscription_XLProfessioneller Einsatz von Ergometern

Doch nicht nur im privaten Fitness-Bereich sind Ergometer sehr beliebt. Besonders im Spitzensport und der Sportmedizin sind Ergometer seit je her Standard. Der aktuelle Leistungsstand kann durch die Ergometrie genau bestimmt und somit der Trainingsplan bzw. das Reha-Programm perfekt auf den Untersuchten eingestellt werden. Bei Standardtests werden verschiedene Belastungsstufen auf dem Ergometer vorgegeben, die der Sportler absolvieren muss. Nach Ablauf der vorgegeben Zeiten ist der Test beendet. Stufentests dauern so lange, bis der Sportler aufgrund von Ermüdung abbricht.

Auch hier gibt es verschiedene Belastungsstufen auf dem Ergometer. Grundsätzlich kann zwischen drehzahlabhängigem und drehzahlunabhängigem Training auf dem Ergometer unterschieden werden.

Beim drehzahlunabhängigen Training verändert sich der Widerstand automatisch, abhängig von der Umdrehungszahl. Bleibt der Widerstand immer gleich, spricht man vom drehzahlabhängigen Training.Im medizinischen Bereich werden Ergometer unter anderem eingesetzt, um das Herz-Kreislaufsystem zu testen und so mögliche Risiken und Krankheiten frühzeitig erkennen zu können.

Ergometer vs. Heimtrainer

Grundsätzlich wird nach gesetzlichen Vorgaben zwischen Ergometern und Heimtrainern unterschieden. Um dies zu unterscheiden gibt es die Einteilung nach derm Deutschen Institut für Normung (DIN) und der Europäischen Norm (EN). Nach der DIN 32932 A sind Ergometer nur die Geräte, deren Leistung in Watt angezeigt wird und die eine regelbare Leistung von mindestens 250 Watt haben. Die Messung muss sehr genau sein mit einer maximalen Abweichung von 10 Prozent. Wird keine Bewegung mehr ausgeführt (in der Regel Treten beim Fahrrad-Ergometer), so muss ein Freilauf vorhanden sein. Ergometer werden auch und besonders im therapeutischen Bereich eingesetzt, beispielsweise bei Belastungs-EKGs, bei der frühzeitig Störungen im Herz-Kreislauf-System unter Belastung festgestellt werden sollen.

Alle Geräte, die diese Vorgaben nicht erfüllen, sind nach DIN Maßstäben Heimtrainer. Diese können weiterhin unterschieden werden in hochwertige Heimtrainer (DIN 32932 B), einfache Heimtrainer (DIN 32932 C) und Rollenständer (DIN 32932 D).

Was muss ich beim Kauf eines Ergometers beachten?

Natürlich gibt es auch beim Ergometer-Kauf verschiedene Qualitätsmerkmale zu beachten: Das Gewicht der Schwungscheibe sollte 5 kg oder mehr betragen. Dies ist entscheidend um verschiedene Intensitäts-Stufen zu gewährleisten. Die Übersetzung der Antriebsscheibe sollte ebenfalls von guter Qualität sein, um einen reibungslosen Rundlauf der Schwungscheibe des Ergometers zu erreichen.

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Auf was kann ich sonst noch achten?

Die Intensität beim Ergometer-Training wird erhöht, indem die Schwungscheibe gebremst wird. Somit wird es für den Sportler schwerer sie zu bewegen. Hier haben sich zwei Bremssysteme bei Ergometern bewährt: Die Induktionsbremse (Wirbelstrombremse) und die Magnetbremse. Beim Induktionsbremssystem werden dabei höhere Widerstandswerte als beim Magnetbremssystem erreicht. Beide Systeme zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie sehr ruhig sind und kein Verschleiß des Materials dabei auftritt.

Mit dem Computer kann man den Ergometer genau einstellen. Neben der Zeit- und Widerstandseinstellung gibt es bei hochwertigeren Ergometern auch noch mehr Funktionen, wie verschiedene Trainingsprogramme und eine genaue Anzeige des momentanen Pulsschlags, entweder über die Handsensoren oder durch einen Brustgurt, der an den Ergometer-Computer gekoppelt werden kann. Aus dem Puls kann dann mit zusätzlicher Angabe von Alter, Gewicht und Größe auch der Kalorienverbrauch berechnet werden.